Bußgeldbescheid aus Bonn Straßenbauunternehmen müssen 60 Millionen Euro Strafe wegen Preisabsprachen zahlen

Technik IDOPRESS
Aug 7, 2026

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Frisch asphaltierte Autobahn (Symbolbild)

Foto: Jochen Tack / picture alliance

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Millionenhöhe wegen verbotener Preisabsprachen bei der Reparatur von Straßen verhängt. Die Bußgelder in Höhe von insgesamt 60,3 Millionen Euro richten sich laut einer Mitteilung der Behörde gegen sechs Unternehmen. Die Bußgeldbescheide sind rechtskräftig.

»Die führenden DSK-Anbieter haben sich über viele Jahre zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand gegenseitig zugespielt«,sagte Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt. DSK steht für »Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise«,ein Verfahren zur Sanierung von Straßen und anderen Asphaltflächen.

Die Unternehmen hätten sich den Markt aufgeteilt und sich regelmäßig über Ausschreibungen abgestimmt,heißt es vom Bundeskartellamt. Von den Absprachen seien öffentliche Auftraggeber in ganz Deutschland betroffen sowie »private Auftraggeber wie Betreiber von Flughäfen,Häfen und Autoteststrecken«.

Im Frühjahr und Sommer sollen sich die Straßenbauunternehmen für Absprachen einmal im Monat getroffen haben,»sehr häufig in Kassel«,schreibt das Bundeskartellamt.

Preisvorgaben seien aber auch per Telefon,Mail oder Messengern wie WhatsApp und Signal mitgeteilt worden. Dafür seien Codes verwendet worden: Der Preis wurde demnach unter anderem als Meter- oder Kilometerangabe,als Wurst- oder Bierpreis,als Sponsorenbetrag oder als Hotelzimmerpreis »verschlüsselt kommuniziert«.

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Die Absprachen seien im September 2019 beendet worden,teilte die Bonner Behörde mit. Einige der Straßenbauunternehmen kooperierten demnach mit dem Bundeskartellamt in einem Kronzeugenprogramm,was bußgeldmindernd berücksichtigt worden sei.

jml/AFP