Entscheidung der US-Notenbank Fed lässt Leitzins erneut unverändert

Wissenschaft IDOPRESS
Jul 30, 2026

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Fed-Chef Kevin Warsh

Foto: Jose Luis Magana / AP

Die US-Notenbank hält ​trotz anhaltender Inflationsgefahr den Leitzins stabil: ‌Die Federal Reserve (Fed) beließ ihn in der Spanne von 3,50 bis 3,75 ​Prozent – zum fünften Mal in Folge in diesem Jahr. Dafür stimmte der Zentralbankrat mit neun zu drei Stimmen. Dabei sprachen sich die Abweichler für eine Zinserhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte) aus.

Dass das Fed-Gremium nicht einstimmig votiert,ist nicht außergewöhnlich – zeigt allerdings,wie unterschiedlich stark die derzeitige Teuerungsrate auf hohem Niveau gewichtet wird.

Der Chef der US-Notenbank,Kevin Warsh,hatte sich ‌vorab mit Signalen zum Zinskurs ​zurückgehalten. Dennoch prognostizierten viele Beobachterinnen und Beobachter keine Änderung.

Zuletzt hatte die durch den Energiepreisschock befeuerte Inflation nachgelassen. Mit 3,5 Prozent war die Teuerung ‌im Juni ​dennoch stark erhöht. Die Fed strebt 2 Prozent an.

Mit dem ​Wiederaufflammen des Irankriegs ‌sind vor allem die Ölpreise weiter gestiegen,was die Gefahr sogenannter Zweitrundeneffekte erhöht. Damit ist ein Hochschaukeln von Preisen und Löhnen gemeint,womit die Inflation weiter angetrieben wird. Dies will die Notenbank ‌unbedingt vermeiden.

Kritik am Vorgänger

Fed-Chef Warsh nahm sich nach seinem Antritt eine Reform der US-Notenbank vor. Dafür untersuchen Expertinnen und Experten des Instituts nun das Rahmenwerk der Fed zur Inflation. Warsh ließ Kritik an der Arbeit seines Vorgängers Jerome Powell ​anklingen,da die Fed während dessen Amtszeit die erhöhte ⁠Inflation nicht ​in den Griff bekommen habe. Warsh selbst tendiert zu einer eher restriktiven Geldpolitik.

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Seit Jahren liegt die Inflationsrate in den USA über der offiziell angepeilten Marke von zwei Prozent. Allmählich verlieren Bürger und Finanzmärkte den Glauben an stabile Preise,schreibt SPIEGEL-Kolumnist Henrik Müller. Lesen Sie hier seinen Text.

atr/Reuters