Nach bis zu 62 Tagen Dürre Briten jubeln über Regen

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Aug 24, 2026

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Dürre in Blackheath im Südosten von London: Nirgendwo herrschte Normalzustand

Foto: Ray Tang / Xinhua / IMAGO

Großbritannien feiert das Ende eines Negativrekords: Nach monatelanger Dürre regnet es wieder. »Noch nie waren Engländer so glücklich,Regen zu sehen«,zitierte die »Times« Wendy Firmin-Price,Besitzerin eines Pferde- und Ponyzentrums in Wisley. Der Ort in der Grafschaft Surrey war mit 62 Tagen ohne Niederschläge am stärksten von einer landesweiten Dürre betroffen gewesen. Zuletzt hatte es dort am 17. Juni geregnet.

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Endlich wieder nass: Passanten im Regen am Londoner Trafalgar Square

Foto: James D. Morgan / Getty Images

Zeitweise hatten nach Regierungsangaben fast drei Viertel Englands unter der extremen Trockenheit gelitten. Die Menschen in England und Wales erlebten laut vorläufigen Daten den trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1836. »Nirgendwo« im Vereinigten Königreich herrsche noch der Normalzustand,teilte das britische Umweltministerium Anfang vergangener Woche mit.

Großbritannien ist eigentlich für sein feuchtes Wetter bekannt. Angesichts der ungewohnten Dürre sanken jedoch vielerorts die Flusspegel,Landwirte warnten vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten.

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Niedriger Wasserstand am Woodhead Reservoir,einem Stausee in der Grafschaft Derbyshire

Foto: Christopher Furlong / Getty Images

Gestiegene Preise machten sich auch auf dem Pferdehof in Wisley bemerkbar. »Die Kosten für Heu belaufen sich auf fast 6000 Pfund pro Monat,in einem normalen Jahr ist es nur ein Drittel davon«,sagte Besitzerin Firmin-Price der »Times«. Wegen der starken Staubentwicklung hätten manche Pferde zudem »starken Husten entwickelt,sodass wir den Tierarzt rufen mussten«.


Bislang fielen in Wisley jedoch nur geringe Niederschläge. Es bestehe nach wie vor ein »unglaublich hohes Brandrisiko«,sagte Adam Bolton,Leiter des Bereichs Naturrenaturierung beim Surrey Wildlife Trust. Das Naturschutzgebiet ist ein Lebensraum für seltene bodenbrütende Vögel und Reptilien.

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Folgen eines Waldbrandes in Stourbridge in den englischen Midlands

Foto: Darren Staples / AFP

In verschiedenen Teilen von Mittelengland kam es bereits zu Bränden,Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Phil Garrigan,Vorsitzender des National Fire Chiefs Council,sagte der Nachrichtenagentur Reuters in der vergangenen Woche,man habe bereits die Gesamtzahl an Bränden des vergangenen Jahres übertroffen. »Wir haben erst Mitte August,und die Waldbrandsaison scheint sich derzeit weit bis in den November hinein zu erstrecken.«


Auch andere Teile von Europa sind stark von Hitze und Dürre betroffen. In Spanien und Frankreich kam es in den vergangenen Wochen zu verheerenden Waldbränden. In Deutschland machte sich die Dürre unter anderem durch einen stark gefallenen Pegel des Rheins bemerkbar. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wünschen sich zwei Drittel der Menschen in Deutschland mehr politische Maßnahmen gegen Hitze und Dürre.

dab/AFP/Reuters/dpa