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EU-Ratspräsident Costa,Mexikos Präsidentin Sheinbaum,EU-Kommissionschefin von der Leyen: »Dieses Abkommen verleiht uns Flügel«
Foto: Jose Mendez / EPA
Wie verringert man im Handel die Abhängigkeit von den USA? Wie schützt man sich vor den erratischen Entscheidungen des US-Präsidenten und seinen immer neuen Forderungen nach höheren Zöllen? Indem man verlässliche Handelsbeziehungen mit anderen Staaten aufbaut: Mexiko und die Europäische Union haben jetzt ein seit Langem auf Eis liegendes Freihandelsabkommen unterzeichnet. »Das Ziel ist einfach: Wir wollen mehr Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen«,sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag in Mexiko-Stadt. »Dieses Abkommen verleiht uns Flügel.«
Der Vertrag soll ein Abkommen aus dem Jahr 2000 erweitern,das sich aber ausschließlich auf Industriegüter bezog. Nun geht es auch um
Dienstleistungen,
öffentliches Beschaffungswesen,
digitalen Handel,
Investitionen
und landwirtschaftliche Produkte.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte,das Abkommen eröffne beiden Regionen enorme Chancen und einen Ausbau des Handels. Sie hob dabei Pharmaindustrie,Landwirtschaft,technologische Entwicklung und Elektromobilität hervor. »Dieses Abkommen ist ein echtes geopolitisches Statement«,sagte EU-Ratspräsident António Costa.
Beide Seiten wollen ihre Exporte weg von den USA diversifizieren. Die EU war im April 2025 von Trumps Zöllen mit neuen Abgaben konfrontiert und bereitete Gegenmaßnahmen vor,die jedoch ausgesetzt wurden,als beide Seiten Gespräche suchten. Mexiko wurde mit hohen US-Zöllen auf Automobil-,Stahl- und Aluminiumexporte belegt.
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oka/Reuters