Besuch beim Kinderarzt Neue Untersuchung für 9- bis 10-Jährige beschlossen – das müssen Eltern wissen

Energie IDOPRESS
Aug 21, 2026

Bild vergrößern

Junge bei Ärztin: »Günstiger Zeitpunkt vor der Pubertät«

Foto: Westend61 / IMAGO

Die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen ist in der Regel freiwillig,nur in Baden-Württemberg,Bayern und Hessen sind die U-Untersuchungen Pflicht. Ob das auch für die U10 so sein wird,ist unklar. In den übrigen Bundesländern werden Eltern üblicherweise an die Termine erinnert,etwa durch das Gesundheitsamt.

Durch die zusätzliche Untersuchung kurz vor dem Teenageralter,so die Hoffnung von Medizinern,könnte auch die Impfquote gegen HP-Viren steigen – die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland erkranken jedes Jahr Tausende Frauen daran.

Eine frühzeitige Immunisierung,am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr,senkt das Risiko für einen tödlichen Verlauf laut Untersuchungen mit jungen Frauen auf nahezu null. Die Ständige Impfkommission empfiehlt deshalb,alle Kinder zwischen 9 und 14 Jahren zu impfen – auch Jungen,um sich selbst und andere zu schützen. Bei Männern können HP-Viren etwa Peniskrebs verursachen.

Aktuell ist nur etwas mehr als die Hälfte der 15-jährigen Mädchen gegen HPV geimpft,bei Jungen ist es nur ungefähr jeder Dritte. Die U10 wäre eine gute Gelegenheit,an die HPV- und weitere Impfungen etwa gegen Meningokokken zu erinnern,sagt Berner,der auch Vorsitzender der Ständigen Impfkommission ist. »Hierfür muss man jede Möglichkeit nutzen.« Daten von Krankenversicherungen zeigen,dass sich Mädchen,die bei einer J1-Untersuchung waren,siebenmal wahrscheinlicher gegen HPV impfen ließen.

»Ich war kein Mensch mehr. Ich war nur eine Hülle«: Hier erzählt ein Teenager,wie er sich nächtelang auf YouTube und TikTok verlor.