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Fregatte »Nordrhein-Westfalen« (F223) der Deutschen Marine: Fregatten vom Typ F126 kommen wohl nicht
Foto: Christian Charisius / dpa
Es war eins der größten Rüstungsprojekte in der Geschichte der Marine: der Bau der Fregatten vom Typ F126. Doch nun stoppt die Bundesregierung das milliardenschwere Vorhaben und will stattdessen acht andere Kriegsschiffe für die U-Boot-Jagd beschaffen. Damit bestätigte das Verteidigungsministerium einen SPIEGEL-Bericht.
Das Ministerium begründet den Schritt mit erheblichen Verzögerungen und drohenden Kostensteigerungen bei dem Vorhaben. Anstelle der ursprünglich geplanten sechs Fregatten vom Typ F126 sollen acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS gekauft werden,sofern der Haushaltsausschuss des Bundestags zustimmt.
Anleger hatten bereits am Morgen auf den SPIEGEL-Bericht reagiert. TKMS-Aktien schossen zwischenzeitlich gut elf Prozent nach oben. Dagegen brachen Rheinmetall-Aktien in der Spitze um 13,6 Prozent ein. Rheinmetall stand kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrags zur Übernahme des F126-Fregattenprogramms vom niederländischen Schiffbauer Damen im zweiten Quartal,hatte Vorstandschef Armin Papperger im vergangenen Monat gesagt.
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Nach Schätzungen von Bundestagsabgeordneten dürften sich die bisherigen Kosten für das Fregatten-Projekt F126 auf etwa 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro belaufen.
mmq/Reuters/dpa