Sinkender Ölpreis, steigende Kurse Trumps Iran-Rückzieher lässt Börsen aufatmen

Energie IDOPRESS
Mar 24, 2026

Mit einem Ultimatum hatte US-Präsident Trump Iran in die Knie zwingen wollen. Dann zog er zurück. Die Reaktion an den Börsen könnte deutlicher nicht ausfallen.

Bild vergrößern

Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main: Bis zu 3,6 Prozent im Plus

Foto: Boris Roessler / dpa

Das aufgeschobene Ultimatum von US-Präsident Donald Trump im eskalierenden Irankrieg hat zum Wochenstart die Aktienmärkte befeuert ​und die Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrechen lassen. Der Dax sprang um rund 1200 Punkte nach oben,nachdem Trump angekündigt hatte,Angriffe auf Energieanlagen Irans auszusetzen.

Trump erklärte,er habe ‌das Verteidigungsministerium angewiesen,militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. In den beiden vergangenen Tagen habe es gute und produktive Gespräche mit Iran gegeben,schrieb Trump am Montag in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social.

data-area="text" data-pos="20">

Allerdings sei der Krieg noch nicht vorüber. Auch wenn die Entwicklung positiv sei,seien bislang nur Angriffe auf die Energieinfrastruktur ausgeschlossen worden. »Das bedeutet vermutlich,dass militärische Aktionen an anderer Stelle zumindest ​vorerst weitergehen.« Die iranische Botschaft in Kabul teilte mit,dass Trump nach einer »deutlichen Warnung Irans« ⁠von einem Angriff auf die iranische Energieinfrastruktur Abstand nehme.

»Es ist eindeutig ​eine ​verbale Intervention angesichts des Ausverkaufs,den wir gesehen haben«,konstatierte Elias Haddad,globaler Marktstratege bei Brown Brothers Harriman. »Wir sehen eine reflexartige Reaktion auf diese positive Nachricht.« Sollte es sich um eine echte Deeskalation handeln,sei eine stärkere Erleichterungsrallye ‌bei Risikoanlagen ‌möglich.

mik/Reuters