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Frau im Pflanzengeschäft: Unmittelbar nach Renteneintritt sind die Jobs noch häufiger
Foto: Iakov Filimonov / Pond5 Images / IMAGO
Unter den jüngeren Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland steigt der Anteil der Erwerbstätigen. Im vergangenen Jahr berichtete im Mikrozensus jede siebte Person (14 Prozent) im Alter zwischen 65 und 74 Jahren,dass sie neben einer Altersrente noch arbeitet. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil bei 13 Prozent gelegen,wie das Statistische Bundesamt berichtet.
Ein gutes Viertel (27 Prozent) davon war nach eigenen Angaben selbstständig tätig. Von den abhängig Beschäftigten waren zwei Drittel (65 Prozent) geringfügig beschäftigt mit maximal 70 Arbeitstagen im Jahr und einem Monatseinkommen von damals höchstens 556 Euro.
Die Selbstständigen arbeiteten häufiger länger. 28 Prozent aus dieser Gruppe berichteten,in der Woche mehr als 40 Stunden zu leisten. Bei den abhängig Beschäftigten berichteten das nur acht Prozent.
Unmittelbar nach Renteneintritt sind die Jobs noch häufiger. Im Alter von 65 und 66 Jahren hatten noch 19 Prozent der Rentnerinnen und Rentner einen Job. Dieser Anteil geht mit zunehmendem Alter zurück und betrug für Menschen im Alter von 73 und 74 Jahren noch acht Prozent.
Ältere Menschen mit einem hohen Bildungsniveau sind mit einem Anteil von 18 Prozent häufiger erwerbstätig als solche mit mittlerem (12 Prozent) oder niedrigem Bildungsniveau (10 Prozent). In einer anderen Befragung aus dem Jahr 2023 hatten 33 Prozent der arbeitenden Rentner finanzielle Motive angegeben. Häufig genannt wurde auch die Freude an der Arbeit oder der Wunsch,weiterhin sozial integriert zu bleiben.
Wer Arbeitsplätze in Deutschland halten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern wolle,müsse den Sozialstaat reformieren. »Wer gleichzeitig an der »Rente ab 63« festhält,ignoriert den Fachkräftemangel,den demografischen Wandel und die wirtschaftliche Lage«,erklärte Kampeter. Eine zukunftsfeste Rente brauche »mehr Beschäftigung,mehr Beitragszahler und eine solide Finanzierung – nicht immer neue Versprechen auf Kosten der jüngeren Generation«.
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Vor allem die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten von CDU und SPD machen jedoch dagegen mobil,in abgeschwächter Form auch die SPD-Regierungschefs des Saarlands und des Landes Bremen. Die Ost-Regierungschefs – die teilweise vor Landtagswahlen stehen – argumentieren dabei damit,dass es in ihren Ländern besonders viele langjährige Rentenzahler mit Anspruch auf die abschlagsfreie Frührente gebe.
Ist die »Rente mit 63« für Ostdeutschland wirklich so wichtig? Tatsächlich schafft ein größerer Anteil der Ostdeutschen die dafür nötigen Beitragsjahre. Doch die Unterschiede zum Westen werden kleiner. Lesen Sie hier mehr zum Hintergrund.
kko/dpa