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CXMT-Standort nahe Peking
Foto: Pedro Pardo / AFP
Es ist der größte Börsengang in Asien in diesem Jahr,und für Chinas Regierung geht es um die strategische Unabhängigkeit der Volksrepublik bei Speicherchips: Der chinesische Chiphersteller CXMT ist mit seinem Börsendebüt in Shanghai zum wertvollsten Unternehmen des Landes aufgestiegen.
Die Aktie des Halbleiterkonzerns schoss um mehr als 500 Prozent in die Höhe und notierte zeitweise bei 54,65 Yuan. Der Ausgabepreis hatte bei 8,66 Yuan gelegen.
Durch den Kurssprung stieg der Börsenwert von CXMT auf 3,65 Billionen Yuan,umgerechnet rund 473 Milliarden Euro. Damit überholte der Börsenneuling den bisherigen Spitzenreiter,die Großbank Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). CXMT nahm mit dem Börsengang umgerechnet mehr als 7,5 Milliarden Euro ein.
Die Rallye weckte jedoch auch Sorgen über eine Blasenbildung. »Die Aktie ist zu teuer und riecht nach Spekulation«,sagte der Hedgefonds-Manager Yuan Yuwei von Trinity Synergy Investments. Ein anderer Fondsmanager,der die Aktie im Börsengang erworben hatte,verkaufte nach eigenen Angaben sofort wieder seine gesamten Anteile: »Bei einem solchen Preis wage ich es nicht,die Aktie zu halten oder zu kaufen«,sagte Wu Zhou von Shenzhen Deyuan Investment.
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Zudem ist der Konzern direkt von geopolitischen Risiken betroffen. Die US-Exportkontrollen beschränken den Zugang zu den modernsten Chip-Fertigungsanlagen,etwa vom niederländischen Hersteller ASML. Das US-Verteidigungsministerium stufte CXMT zudem im Juni als »chinesisches Militärunternehmen« ein. Eine Aufnahme auf die sogenannte Entity List,die den Handel mit US-Firmen stark einschränken würde,ist eine ständige Gefahr. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will CXMT nun seine Produktionskapazitäten ausbauen und die Forschung vorantreiben,um den technologischen Abstand zu den Konkurrenten zu verringern.
mmq/Reuters