Unsichere Verhütungsmittel Mehr als 200.000 gefälschte Kondome in Europa auf dem Markt

Chip Tech IDOPRESS
Jul 9, 2026

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Kondom in aufgerissener Verpackung: Gefahr durch falsche Verhütungsmittel

Foto: Ann-Marie Utz / dpa

In Europa sind mehr als 200.000 gefälschte Kondome aus China angeboten worden. Die Verhütungsmittel seien unter dem Namen und mit dem Logo einer bekannten Marke vertrieben worden,heißt es in einer Mitteilung des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (Olaf). Den genauen Markennamen nannte die Behörde mit Sitz in Brüssel auf Anfrage nicht.

»Gefälschte Kondome sind gefährlich. Sie sind nicht getestet,unkontrolliert und unsicher«,sagte Olaf-Direktor Petr Klement der Mitteilung zufolge. Solche Produkte ermöglichten die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten.

In Europa gelten Kondome als Medizinprodukt und unterliegen strengen Standards. Die gefälschten Präservative erfüllen der Behörde zufolge nicht die EU-Qualitätsanforderungen für medizinische Güter,wenn es etwa um Tests auf Haltbarkeit,Stabilität oder Verunreinigungen geht.

Die europäische Behörde hat die Schmuggelroute der falschen Kondome ausfindig gemacht,wie es in der Mitteilung weiter heißt. Demnach untersuchte Olaf gemeinsam mit Zollbehörden in Rumänien,Serbien und Spanien beschlagnahmte Produkte,nachdem sie erste Hinweise von nationalen Behörden erhalten hatte.

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Fehlerhafte Verhütungsmittel haben drastische Folgen. Bei Hunderten Frauen in Deutschland sind fehlerhafte Kupferspiralen des Herstellers Eurogine gebrochen. Die Produkte wurden aber nicht vom Markt genommen,Warnungen nicht verbreitet. Manche Frauen wurden ungewollt schwanger. Lesen Sie hier mehr über das Schicksal von Betroffenen.

esk/dpa