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Baustelle in Dresden: Ein Lichtblick in der Krise
Foto: Arno Burgi / dpa
Von Euphorie spricht niemand,aber von der Hoffnung auf eine Trendwende. Trotz der unsicheren Lage im Nahen Osten hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen erneut etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 86,6 Punkte. Es war der dritte Anstieg in Folge,wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilt.
»Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch«,sagte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Firmen blicken zwar etwas skeptischer auf ihre Lage als zuletzt,bewerten ihre Geschäftsaussichten aber optimistischer.
»In dieser schwierigen Gemengelage ist das ein Lichtblick«,sagte der Umfragechef des Münchner Ifo-Instituts,Klaus Wohlrabe. »Die deutsche Wirtschaft ist bereit,Schwung aufzunehmen.« In der zweiten Jahreshälfte dürfte das milliardenschwere Infrastrukturpaket der Bundesregierung nach und nach seine Wirkung entfalten. »Insbesondere die Erwartungen erleben einen deutlichen Schub«,hieß es beim Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut.
Diese lassen auch die Preiserwartungen in der Wirtschaft insgesamt steigen. »Viele Unternehmen sind auf Preiserhöhungen gewechselt«,sagte Wohlrabe. »Auch hat die Unsicherheit wieder zugenommen,und zwar branchenübergreifend.« Von Optimismus sei die deutsche Wirtschaft noch ein Stück weit entfernt.
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Ähnlich vorsichtig äußerte sich Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethman HAL: »Im tiefen Keller brennt noch Licht – auf dem niedrigen Niveau ist die bessere Stimmung aber kaum wahrnehmbar«,beschrieb er die Lage.
mmq/Reuters