13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung

Biologie IDOPRESS
May 20, 2026

Das Land unterstützt im Jahr 2026 kleine und mittlere Betriebe mit 13 Millionen Euro für die überbetriebliche Berufsausbildung.

Symbolbild

Mit rund 13 Millionen Euro unterstützt das Ministerium für Wirtschaft,Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg im Jahr 2026 erneut die Durchführung überbetrieblicher Berufsausbildungslehrgänge (ÜBA) für Auszubildende mit einem Ausbildungsvertrag in einem baden-württembergischen Unternehmen. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 19. Mai 2026 bekannt. Gegenüber dem Vorjahr steigt das Gesamtfördervolumen nochmals um 500.000 Euro an.

Gezielte Entlastung kleiner und mittlerer Ausbildungsbetriebe

Ministerin Hoffmeister-Kraut betonte die zentrale Bedeutung der Förderung gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten: „Auch 2026 entlasten wir gezielt kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe,deren Auszubildende im Rahmen der dualen Ausbildung an überbetrieblichen Lehrgängen teilnehmen. Wer heute Fachkräfte sichern will,muss in Ausbildung investieren – gerade der Mittelstand ist dabei auf verlässliche Unterstützung angewiesen.“

Die Ministerin verwies zugleich auf die strategische Bedeutung der beruflichen Bildung für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg: „Die duale Ausbildung ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Überbetriebliche Lehrgänge sorgen dafür,dass Auszubildende unabhängig von der Größe ihres Betriebs Zugang zu modernster Technik und hochwertiger Qualifizierung erhalten. Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und schaffen Perspektiven für die Fachkräfte von morgen.“

Höhere Teilnehmerzahlen

Trotz rückläufiger Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen rechnen die Bildungsstätten 2026 mit einem leichten Anstieg der Teilnehmerzahlen bei überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen. Besonders im Bauhandwerk wird ein Zuwachs erwartet,ausgelöst durch die deutlich gestiegene Zahl an Auszubildenden in dieser Branche. Insbesondere bei Stuckateur-,Zimmerer-,Straßen- und Gleisbau-Betrieben wie auch in den Bereichen Kältetechnik-Mechatronik und Hörakustik sei ein Anstieg zu erwarten,so die Experten.

Die überbetriebliche Ausbildung gilt als wesentlicher Erfolgsfaktor für die berufliche Ausbildung. Sie ergänzt neben Betrieb und Berufsschule als dritter Lernort die duale Ausbildung und trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen und vollumfänglichen Ausbildung von Fachkräften bei.

Die Förderung von Überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen erfolgt seit vielen Jahren durch Bund und Länder. In Baden-Württemberg ist das Ministerium für Wirtschaft,Handwerk und Tourismus mit seinem Förderprogramm „Überbetriebliche Berufsausbildung“ (kurz: ÜBA) dafür zuständig. Während der Bund seine Förderung ausschließlich auf Fachstufenlehrgänge im Handwerk und Bauhandwerk bezieht,fördert das Land Baden-Württemberg darüber hinaus Grundstufenlehrgänge in allen Wirtschaftsbereichen.

Förderumfang

Im Jahr 2026 fördert das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit rund 13 Millionen Euro rund 9.500 Überbetriebliche Ausbildungslehrgänge mit rund 94.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Förderung beinhaltet Zuschüsse für Lehrgänge und Unterbringungskosten. Die Inhalte der Lehrgänge werden fortlaufend an neue Berufsbilder und technische Entwicklungen angepasst. Hier lernen die Auszubildenden spezielle Inhalte,die der jeweilige Ausbildungsbetrieb wegen seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann. Dadurch werden vor allem kleine und mittlere Betriebe in die Lage versetzt,qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Überbetriebliche Lehrgänge ergänzen die Ausbildung im Betrieb und garantieren ein hohes Niveau der immer komplexer werdenden beruflichen Ausbildung.

Die Förderung erhalten Handwerkskammern,Innungen,Kreishandwerkerschaften und Landesverbände des Handwerks und Bauhandwerks sowie Bildungsstätten der Industrie- und Handelskammern für Lehrgänge in der Grund- (erstes Ausbildungsjahr) und Fachstufe (nachfolgende Ausbildungsjahre). Die ein- oder mehrwöchigen Lehrgänge finden in mehr als 100 überbetrieblichen Ausbildungsstätten statt und sichern somit einen einheitlichen Ausbildungsstandard – unabhängig von der Größe,der Spezialisierung und den auftragsabhängigen Tätigkeitsschwerpunkten der Betriebe.

Übersicht ÜBA-Zuwendungsempfänger 2026

Liste ÜBA-Zuwendungsempfänger 2026


(Erst- und Zweitzuwendungsempfänger)

Bewilligter


Zuschuss

Handwerkskammer Freiburg

1.483.802,25 Euro

Handwerkskammer Heilbronn-Franken

493.476,00  Euro

Handwerkskammer Karlsruhe

853.996,00 Euro

Handwerkskammer Konstanz

708.292,00 Euro

Handwerkskammer Mannheim

886.714,00 Euro

Handwerkskammer Region Stuttgart

1.173.007,00 Euro

Handwerkskammer Reutlingen

821.093,00 Euro

Handwerkskammer Rhein-Main (Landeskinder Gerüstbaugewerbe)

19.344,00 Euro

Handwerkskammer Ulm

722.385,00 Euro

Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Südwest e.V.

159.663,00 Euro

Akademie für Hörakustik (Landeskinder)

32.284,00 Euro

Ausbildungszentrum Mittelbaden – AZB e.V.

38.170,00 Euro

Bau-Innung Pforzheim-Enzkreis

32.738,00 Euro

BBT Berufliche Bildungsstätte Tuttlingen GmbH

197.426,00 Euro

Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateurhandwerks m.b.H.

182.735,00 Euro

Berufsförderungsverein des baden-württembergischen Dachdeckerhandwerks e.V.

116.754,00 Euro

Berufsförderungswerk der Südbadischen Bauwirtschaft

326.818,00 Euro

Bildungsakademie der Bauwirtschaft Baden-Württemberg

1.108.142,00 Euro

etz Elektro Technologie Zentrum Stuttgart

628.654,00 Euro

Fachverband Glas-Fenster-Fassade Baden-Württemberg

77.836,00 Euro

Fotografen-Innung Stuttgart-Freiburg-Karlsruhe-Reutlingen

16.277,00 Euro

Friseur und Kosmetik-Innung Calw

2.548,00 Euro

Friseur- und Kosmetik-Innung Karlsruhe-Bretten

25.520,00 Euro

Friseur- und Kosmetik-Innung Mittelbaden

14.808,00 Euro

Friseurinnung Pforzheim

13.948,00 Euro

GARP – Bildungszentrum e.V. (IHK Region Stuttgart)

210.160,00 Euro

Gem. Berufsförderungswerk d. B.-W. Zimmerer- und Holzbaugewerbes GmbH

694.591,00 Euro

IHK Ostwürttemberg

89.725,00 Euro

IHK Region Stuttgart,IHK Bildungshaus Remshalden

107.140,00 Euro

IHK Südlicher Oberrhein,IHK-Akademie Südlicher Oberrhein

90.290,00 Euro

Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Nürtingen-Kirchheim/Teck

30.540,00 Euro

Innung Elektro- und Informationstechnik Ludwigsburg

40.800,00 Euro

ITGA Industrieverband Technische Gebäudeausrüstung BW

3.100,00 Euro

Kreishandwerkerschaft Biberach

158.230,00 Euro

Kreishandwerkerschaft Bodenseekreis

7.092,00 Euro

Kreishandwerkerschaft Heidenheim

129.916,00 Euro

Kreishandwerkerschaft Ostalb

74.452,00 Euro

Kreishandwerkerschaft Ravensburg

20.246,00 Euro

Kreishandwerkerschaft Rems-Murr/Maler- und Lackiererinnung Rems-Murr

1.683,00 Euro

Landesinnung der Modisten Baden-Württemberg

372,00 Euro

Landesinnung Kälte-Klima-Technik Hessen-Thüringen/Baden-Württember

348.395,00 Euro

Landesinnungsverband des Konditoreihandwerks Baden-Württemberg

12.648,00 Euro

Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

159.480,00 Euro

Landesinnungsverband Steinmetz- u. Steinbildhauerhandwerk Baden-Württemberg

38.564,00 Euro

Metall-Innung Göppingen

6.660,00 Euro

Modellbauerinnung Baden-Württemberg

6.080,00 Euro

Schreinerinnung Böblingen

17.012,00 Euro

Schreinerinnung Esslingen-Nürtingen

15.300,00 Euro

Schreinerinnung Göppingen 

12.750,00 Euro

Schreinerinnung Ludwigsburg

7.860,00 Euro

Südwestdeutscher Augenoptiker- und Optometristenverband

340.200,00 Euro

Südwesttextil/Texoversum Experts &Training Hub gGmbH

2.198,00 Euro

Theo-Remmertz Akademie (Landeskinder)

16.368,00 Euro

Überbetriebliche Ausbildungsstätte Buchen e.V. (IHK Rhein-Neckar)

107.000,00 Euro

Umschulungs- und Fortbildungszentrum Niederstetten e.V./UFZ

70.600,00 Euro

Verband des Landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg

127.404,00 Euro

Summe

13.083.286,25 Euro

PM Ministerium für Wirtschaft,Handwerk und Tourismus