IW-Studie Mehr als eine Million Babyboomer sind vorzeitig in Rente

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Jul 17, 2026

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Senioren in Leipzig: Früher in Rente

Foto: Jan Woitas / dpa

Die Zahl der Babyboomer in Altersrente ist auf zuletzt rund sechs Millionen gestiegen – 1,1 Millionen bezogen dabei eine vorzeitige Rente,das sind 200.000 mehr als noch im Vorjahr. Der Nachrichtenagentur dpa liegt dazu ein entsprechender Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vorab vor. Insgesamt gab es 2024 nach diesen Zahlen 19,3 Millionen Babyboomer,also Angehörige bestimmter besonders geburtenstarker Jahrgänge.

Zwei Forscherinnen des Instituts gehen von einem weiteren Anstieg der Frührentner aus,wenn die Politik nicht einschreitet. Ihrem Bericht zufolge bezogen 2023 erst rund 4,5 Millionen Babyboomer eine Altersrente – davon 0,9 Millionen vorzeitig,also vor der Regelaltersgrenze. Ein Jahr später hat demnach der Geburtsjahrgang 1958 das Renteneintrittsalter erreicht,entsprechend erhöhten sich die Zahlen,inklusive Altersrenten für Schwerbehinderte.

De-facto-Rentenalter vor Regelalter

Das IW erinnert an die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre bis 2031 – und an das Ziel,dass das durchschnittliche Zugangsalter in die Rente damit steigen soll. 2024 stieg die Regelgrenze auf 66 Jahre. Sie lag damit laut IW zwölf Monate höher als zu Beginn der Anhebung 2012. »Das durchschnittliche Zugangsalter in die Rente erhöhte sich im gleichen Zeitraum jedoch lediglich um acht Monate«,so die Expertinnen. Als Grund für die Lücke machen sie die »Möglichkeiten des vorzeitigen Renteneintritts« aus.

Das arbeitgebernahe Institut kommt zu dem Schluss: »Die Frührenten laufen dem ursprünglichen Ziel der Politik entgegen,mit der Anhebung der Regelaltersgrenze die Lebensarbeitszeit zu verlängern.«

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Das IW mahnt: »Wichtig ist,die Elemente zeitnah umzusetzen,um möglichst viele Babyboomer länger im Arbeitsmarkt zu halten und zu verhindern,dass die Wirkung durch Ausnahmen wieder abgeschwächt wird.«

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kko/dpa