Die Preise steigen, zum Sparen bleibt wenig übrig: Laut einer Umfrage haben 27 Prozent der deutschen Haushalte kein Geld zurückgelegt. Zugleich erreicht das summierte Privatvermögen einen neuen Rekordwert.


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Euroscheine und Geldbeutel (Symbolbild)
Foto: Kinga Krzeminska / Getty Images
Das Geldvermögen der Menschen in Deutschland steigt – dennoch verfügt mehr als ein Viertel der privaten Haushalte nach eigenen Angaben über keine Ersparnisse. 27 Prozent der 1007 Befragten gaben in einer Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING an,kein Geld auf der hohen Kante zu haben.
Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch etwas niedriger: bei 23,5 Prozent. Zugleich sank der Anteil der Sparerinnen und Sparer von 70,7 Prozent bei der Umfrage 2024 auf 63,7 Prozent bei der Erhebung im Dezember 2025.
Fast jeder Fünfte (17,9 Prozent) aller Befragten grübelt nachts über Finanzfragen. Mehr als ein Drittel (36,5 Prozent) stimmt der folgenden Aussage zu: »Aufgrund meiner finanziellen Situation habe ich das Gefühl,dass ich nie die Dinge haben werde,die ich mir im Leben wünsche.«
Sowohl die Bundesbank als auch die DZ Bank berücksichtigen in ihren Auswertungen Bargeld und Bankeinlagen,Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen,nicht jedoch Immobilien.
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Das gewaltige Geldvermögen in Deutschland ist nach früheren Angaben der Bundesbank ungleich verteilt. Etwa die Hälfte entfällt auf die vermögendsten zehn Prozent,das sind etwa vier Millionen Haushalte. Dort mehrt sich das Vermögen kräftiger,weil sie im Schnitt stärker in Aktien und Fonds investieren als ärmere Haushalte. Am unteren Ende der Skala finden sich laut Bundesbank etwa 20 Millionen Haushalte,auf die nur acht Prozent des Geldvermögens entfallen.
col/dpa