Keine Bedenken US-Regierung erlaubt Milliarden-Übernahme von Warner Brothers durch Paramount

Jun 14, 2026

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Das berühmte Warner-Studio in Los Angeles (2025)

Foto: Allison Dinner / EPA

Der Megadeal kann über die Bühne gehen. Wie erwartet hat die US-Regierung eine Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount Skydance ohne Auflagen genehmigt.

Das Justizministerium kam zu der Einschätzung,dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaminggeschäft als auch in der Filmproduktion.

Zehn US-Bundesstaaten,angeführt von Kalifornien,prüfen die Übernahme allerdings noch und wollen laut einem Bericht der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg noch in diesem Monat Klage einreichen.

Hinter Paramount steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison,der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzerns Warner Bros. Discovery ab,inklusive der Fernsehsparte. Zu dieser gehört unter anderem der Nachrichtensender CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.

Trump-Kritiker in den USA befürchten,dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte (mehr hier). Das war schon in anderen Fällen passiert,in denen Medienhäuser von Milliardären übernommen wurden,die dem Präsidenten die Treue halten. Trump hatte mehrfach gesagt,ihm sei besonders wichtig,dass der oft kritisch über ihn berichtende Nachrichtensender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt.

Droht bald ein zweites CBS?

Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie durch wohlwollendere Berichterstattung gegenüber Trumps Regierung auf (mehr zum Thhema hier). In der populären Reportage-Sendung »60 Minutes« wurden einige Korrespondenten entlassen,die zum Teil politisierten Druck beklagten.

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Fernsehsender,soziale Netzwerke,führende Zeitungen: Immer mehr US-Medien geraten unter den Einfluss von Multimilliardären,die sich mit dem Präsidenten verbündet haben. Experten warnen vor einer Aushöhlung der Demokratie. Mehr dazu hier.

jok/dpa